Runter mit der Lederjacke, her mit den Sonnenbrillen – aber der Sound bleibt laut!
Wenn du bei Villiger an altbackene Altherren-Stumpen denkst, liegst du komplett falsch. Das Teil ist eine limitierte "Festival-Zigarre". Mainstage am Nachmittag, die Sonne brennt, die Crowd chillt auf dem Rasen, aber die Boxen haben trotzdem ordentlich Druck.
Das Cover
Das Auge pogt hier definitiv mit. Die Zigarre kommt in einer ziemlich stylischen Klapp-Box, auf der die Nationalblume der Dom-Rep abgebildet ist, optisch also eher Richtung farbenfrohes Album-Artwork. Die Zigarre selbst ist im klassischen Robusto-Format gerollt. Das Deckblatt ist ein feines, hellbraunes Cameroon Seed aus Ecuador. Es sieht extrem glatt aus, sauber verarbeitet, ohne grobe Kanten. Ein glattes, professionelles Setup.
Das Intro
Du zündest das Teil an und statt der üblichen Pfeffer-Schelle kriegst du ein extrem fruchtiges und cremiges Intro. Es ist, als würde der Song mit einem lockeren, fast schon karibischen Rhythmus starten.
Kein brutales Gebolze, sondern ein geschmeidiger Einstieg mit Holz, Toast und einer Fruchtnote. Der Zugwiderstand ist perfekt eingepegelt – die Nebelmaschine läuft von der ersten Sekunde an synchron zum Takt.
Die Bridge
Im Mittelteil wird es richtig interessant, denn Villiger hat für die Einlage ein paar coole Gastmusiker gebucht: Tabake aus Nicaragua und Peru. Besonders der Peru-Tabak bringt einen ganz eigenen, abgefahrenen Vibe rein. Zu der anhaltenden Cremigkeit gesellt sich jetzt eine Nuss-Note und Leder. Es schmeckt irgendwie „saftig“ und frisch, perfekt für heiße Tage, an denen dir ein schwerer Maduro-Teer-Klopfer den Kreislauf wegschießen würde.
Das Outro
Zum Ende hin wird der Sound ein bisschen würziger, aber das Ding bleibt ein absoluter Gentleman. Ein paar moosige und erdige Töne mischen sich unter den nussigen Grundsound, und eine ganz feine Schärfe zeigt sich kurz auf der Zielgeraden.
Die Zigarre wird bis zum Schluss nicht bitter und brennt so sauber ab wie ein perfekt programmierter Clicktrack im Ohr des Drummers.
Fazit
Stärke:
Medium. Hat genug Power um nicht langweilig zu sein, schickt dich aber nicht ins Lazarett.
Dauer:
Ein entspanntes Open-Air-Set ca. 45–60 Minuten
Die Villiger Summer Edition 2025 ist der perfekte Soundtrack für die warmen Tage. Sie ist komplex, vielschichtig durch den Peru-Einfluss, aber geht runter wie ein eiskaltes Festival-Bier. Wer Bock auf etwas limitiertes hat, das frisch, cremig und fruchtig um die Ecke kommt, sollte sich diesen Stick zulegen. Perfektes Ding für die Grillparty oder das Vorglühen auf dem Campingplatz!
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